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Teufelskreis - Spuren der Vergangenheit

Teufelskreis – Spuren der Vergangenheit
Produced by: Hinterhof Studios Vienna 2008
Remastered: 2015
Re-released: NRT-Records 2015

Style: Heavy Rock, Metal, NDH, Gothic, Hard Rock
UPC: 4260069344996

 

Label Code: 09399

Teufelskreis sind:
Friedl Schuetz – Gitarre
Chris Schoen – Bass
Ronny Platzer – Vocals
Rawman – Drums


Die 4 Teufelsjungs aus Österreich erobern nun auch Deutschland. Teufelskreis eine Band die nicht zu unrecht mit Bands wie Rammstein, Megaherz, Oomph! Und Eisbrecher in Verbindung gebracht wird. Ihre deutschsprachigen, harten und rockigen Texte gehen sofort ins Blut und bleiben im Gedächtnis. Eine Band, die nichts verharmlost, sondern offen und direkt dem Hörer auf den Tisch legt. Ehrlichkeit und Texte aus dem Leben sind die Divise. Jeder Mensch stand oder steckt in einem Teufelskreis, aus dem er nicht mehr herauskam oder herauskommt.

Sei das sein Leben vom Pech verfolgt ist, man in dem Drogensumpf steckt oder aber nur seinen alltäglichen Kaffee sowie die Zigarette am Morgen benötigt. Jeder von uns hat diesen einen Teufelskreis. Und aus diesem Grunde gibt es diese Band mit eben jenen Namen.

Schauen wir uns gemeinsam das Album „Spuren der Vergangenheit“ an.
Das Album Cover ist schlicht mit dem roten Teufelskreis-Logo auf schwarzem Grund gehalten.
An der rechten Seite sieht man ein 8 jähriges Gothic angehauchtes Mädchen  sitzend hervorkommen.

01. Zerrissen

Mit einem Trommelwirbel und dann einem coolen Gitarrengroove geht der Song los, ehe die fiese Stimme von Ronny loslegt. Man fühlt sich beschissen und ist innerlich zerrissen, wenn die Welt einem belügt, verletzt und betrügt. Mit viel mehr Worten kann man diesen Track fast gar nicht besser beschreiben. Fetter und kurz einzuprägender Refrain, der super als Opener geeignet ist, um die Fans von Anfang an mitzureißen. In der Mitte gibt es ein kleines Gitarrensoli. Teufelskreis zünden bereits mit dem ersten Track die Explosionsschnur.

 

02. Leben
Kräftige Gitarren reißen den Song an. Die Vocals wechseln von der fiesen rauchigen Stimme zur weichen und sanfteren Tönen bis hin zu leichtem Doom Einflüssen. Ein interessanter Wechsel.
Thematisch geht es darum, dass man sich nicht über alles aufregen sollte. „Leben und leben lassen!“


03. Verloren
Auch wenn der anfängliche Schrei einer Frau nicht so ganz reinpassen mag, ist dieser Song sehr stark mit Einflüssen von Eisbrecher gefüllt. Sowohl musikalisch als auch textlich erinnert mich das sehr an die Anfangszeiten dieser Band. Doch trotz allem Einfluss verleiht Ronny seiner Stimme und der Refrain den Song eine eigene und typische Teufelskreis Note.

04. Eifersucht
Melodisch startet dieser Track und erinnert mich vom Gesang her an den neuen Megaherz Sänger Alex Wohnhass. Thematisch geht es hier mit melodischen und weicheren Klängen um das Thema Eifersucht und die dazugehörigen Ängste.

05. Gefangen
Gitarren und Drums liefern sich anfänglich ein magisches Battle. Als die Stimme von Ronny anfängt, wird es „etwas“ ruhiger. Hier geht es um eine Liebe, die jedes Negative erlebt hat. Lügen, mit dem Menschen gespielt, Gewalt und vieles mehr. Ein ernstes Thema, das man je nach Stimmungslage entweder gegen bzw. für Gewalt und solche Machenschaften auslegen kann. Doch ist es bei Teufelskreis eher gegen Gewalt. Der Song ist daher sehr kritisch zu sehen. Doch ich persönlich gehe davon aus, das hier die Ich-Perspektive und der schnelle Beat dieses Gefühl aufkommen lassen.

06. Ein Leben lang

Dieser Song beginnt von Anfang an in einem mittleren Tempo und harten Gitarrenriffs. Hier dreht es sich um die Frage nach dem Sinn des Lebens.

07. Verlorenes Spiel
Egoismus ist oft vertreten und in diesem Song wird er einmal auf einer anderen Art und Weise vorgetragen. Freut euch auf den etwas fieseren Mittelteil des Songs.

08. Im Angesicht
Dieser Song fängt etwas ruhiger und melancholischer an und erinnert sehr stark an die Band Rammstein. Die ersten 1,5 Minuten des Songs kommen dem Gesang von Till Lindemann sehr nahe, welches sich im Laufe des Songs immer wiederholt. Ein schwieriges Thema wird hier angeschnitten. Menschen, die bereits im Kindesalter Gewalt erfahren mussten, werden später nicht selten auch Gewalt ausüben. Wie das genau abläuft, versuchen Teufelskreis in ihrem Song näher zu bringen und manchmal fragt man sich, wo Gott wohnt, um ihn zu fragen, warum man dieses alles ertragen musste.


09. Schein-Tod
Ein schnellerer Song ist Schein-Tod, der das Thema von Menschen anspricht, die sich selbst aufgegeben haben und nur noch vor sich hin vegetieren. Schein-Tote Menschen eben.

10. Vorbei
Der letzte offizielle Track (ausgenommen die Bonus Versionen und dem Video Track) hat den Namen „Vorbei“. Ein Name, der passend zum Abschluss des Albums passt. Leichte Metalzüge versprüht dieser Song, in dem es sich um eine Trennung von einem Menschen handelt.

 



Fazit: Ein Album, welches man gerne zwischen Rammstein und den Onkelz stellen könnte.
Ehrliche, harte und ungeschönte Texte. Da man bedenken muss, dass es ihr Erstlings-Album ist, kann man auch die zum Teil wiederholenden Themen und Stilarten entschuldigen. Man darf aber auf alle Fälle gespannt sein, was diese Band in Zukunft mit ihrem neuen Label NRT-Records auf den Tisch legen werden. Ein Angriff auf die deutschsprachige Rockszene, ohne sich dabei vor irgendwem verstecken zu müssen, haben sie auf jeden Fall erfolgreich absolviert.

Weitere Informationen findet ihr unter:
http://www.teufelskreis.at/
Ihr könnt das Album über
Amazon, NRT-Records HD-Load, I-Tunes, Google Play und Musicload erwerben.
Wer lieber erst einmal herein hören möchte, bevor er sich das Album erwerben möchte, kann das unter Spotify oder Deezer gerne tun.