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Wintermond - Renascentia

 

Wintermond – Renascentia
VÖ: 15.12.2016

Lange hat man über die Gothic-Rocker Wintermond nichts mehr gehört.
Ihr letztes Album Desiderium liegt schließlich knapp 7 Jahre zurück.
Doch nun sind sie wieder da und kommen mit ihrem neuen Werk Renascentia aus ihrer Dunklen-Proberaum-Höhle hervor. Renascentia hat 10 Tracks wobei 2 Songs doppelt auf dem Album gepresst wurden sind. Eben nur das die Wiederholungen sich aus früheren Demoversionen unterscheiden. 3 weitere Songs sind ebenfalls auf vorherigen Alben schon bekannt. So bleiben 5 blutjunge Songs die eurem Gehörgang zugemutet werden sollen. Da ich persönlich schon früher sehr gern Songs von Wintermond gehört habe, bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Werk heran gegangen. Ob es meine und auch eure Erwartungen erfüllt? Lest jetzt hier in meiner neuen Rezension von Wintermond.

 

 

1.) „Morgenrot“
Mit Vogelgezwitscher und weiteren Naturgeräuschen beginnt dieser Song, der sich „Morgenrot“ nennt. In diesem Text geht es um einen Mann, der seine geliebte Frau die letzte Ehre erweist. Der Mann zeigt ihr noch einmal, sämtliche Facetten der Natur und verabschiedet sich schlussendlich mit einem Kuss, ehe er sie frei wie die Sonne lässt. Ein Rätsel bleibt dem Hörer allerdings. Wenn man im Bootleg die Seite mit dem Songtext aufschlägt, stellt man sich die Frage: "War dieser Tod Selbstmord, Mord, ein Verbrechen, ein Unfall oder ein Liebesdrama?" Hier dürft ihr gerne weiter rätseln. Der Song ist sehr sanft und leicht melancholisch von Didic vorgetragen. Sanfte Drums, Gitarre und Keyboard arrangieren sich sacht im Hintergrund. Die Zwischenparts mit Gesang von Gabrielle runden diesen Song wunderschön ab. Bereits jetzt erkennt man den typischen Wintermond Stil wieder.

 

 

 

2.) „Die Blutgräfin“
Dieser Song spiegelt von einer einst Attraktiven Frau, die in den Jahren alt und faltig geworden ist.
Um wieder frisch und knackig auszusehen, lockt sie sich junge Mädels ins Haus, tötet diese und trinkt bzw. badet in deren Blut. Anfänglich klingt der Song wie eine Ballade von Metallica, doch dann wechselt sich der Stil schnell zwischen, Ballade, Mittelalter und leichten elektronischen Bereich. Ein Song den man ohne Keyboards auch am Feuer nur mit Gitarren spielen könnte.
Didic und Gabrielle wechseln hier ihre Gesangparts ab.

3.) „Dort wo die Rosen blühen“
Ein Mensch der friedlich und allein im Wald leben wollte, wurde als Hexe verschrien und eines Abends auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nun wachsen in diesem Wald Rosen. Eine Geschichte, die wir doch alle schon mal irgendwo aus der frühen mittelalterlichen Zeit her kennen.
Der Stil des Songs ist mittels Gitarren, Klampfen und nicht so elektronischem Schlagzeug noch leicht dem mittelalterlichen Flair zuzuschreiben. Hier gibt es sogar ein Part der für Liveauftritte von Fans gut mitgesungen werden kann. - La,la,la... -

4.) „Desiderium“
Dieses Stück dürfte euch von dem gleichnamigen Vorgängeralbum bekannt vorkommen.
Hier handelt es sich lediglich um eine Instrumental Version die durch ein Piano unterstützt wird.
Ein Song zum abschalten, träumen und nachdenken .

5.) „Erinnerung“
Ein Lied über die Trennung. Wenn sich zwei Menschen voneinander entfernen und sich entfremden, tut es meist für einen Menschen weh. Überraschend ist, das dieser Song kein Song über Tod ist.
Auch wenn hier wiederum doch etwas gestorben ist, die Liebe zueinander. Ein Text der zum mitsingen anregt, traurig und melancholisch ist, sowie ein Ohrwurmcharakter besitzt. Das Zusammenspiel zwischen Didic und Gabrielle ist hier nahezu perfekt. Absoluter Abspieltipp auf diesem Album.

6.) „Die Klippe“
Ein Sturm, ein Mädchen und ein Abgrund.
Ein Abgrund, beruhigtes Wetter und kein Mädchen mehr.
Was ist geschehen? Macht euch euer eigenes Bild. Ein Song mit offenem Ende.
Ein Geschichte die jedem sicherlich schon einmal passiert ist. Sei es nur gedanklich oder auch real.
Ein weiterer stiller Geheimtipp.

7.) "Eva in Eden"
Auch dieser Song sollte dem Wintermond Hörer der ersten Stunde bekannt vorkommen.
Es ist ein Song der bereits 2007 auf dem Album „Ein Tropfen Seligkeit“ Platz fand.
Dieses ist hier hingegen eine Akustische Variante.

8.) „Paradoxon Liebe“
Auch dieser Song stammt aus dem Album „Ein Tropfen Seligkeit“.
Dieser Song wurde hier remastert.

9.) „Die Blutgräfin“
Der selbige Song wie Nummer 2, nur als einer früheren Demoversion aufgenommen.

10.) „Dort wo die Rosen Blühen“
Der selbige Song wie Nummer 3, nur als einer früheren Demoversion aufgenommen.

Fazit: Ein schwermütiges Album, welches sehr in die tiefe geht. Es geht um viele Fassaden über Tod, Schmerz und Sehnsucht. Hörer der schwarzen Szene werden sicherlich gefallen dran finden, da dieses Werk alte Geschichten der Menschheit aufzeigt, die man in ähnlicher Form auch in die Neuzeit verbinden könnte. So könnte die Hexe auch heute einer Verräterin gleichkommen, die dann von vielen Menschen verbannt wird. Die oben genannten Themen passen schließlich sehr gut in die Ursprungszeiten der Gruftis. Ein Werk welches in einem gut sortierten „Schwarze Szene geprägten“
CD-Regal nicht fehlen sollte. 7 Jahre Stille um Wintermond taten dieser Band keinerlei Abbruch. Sie kommen mit neuer Energie und voller Überzeugung. Sie können es auch noch nach 7 Jahren und das meines Erachtens besser als je zuvor.

Abspieltipps:

 

Erinnerung
Die Klippe

Weitere Infos auf: www.wintermond.net