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Extramensch 2

Extramensch – II

VÖ: 17.01.2017

Label: Danse Macabre / Alive

Im Jahr 2012 veröffentlichte Extramensch ihr Debütalbum. Leider musste nach dem Ausstieg des Sängers Ersatz gefunden werden, weswegen es lange Zeit keine Fortsetzung der Band mehr gab.
Exakt 5 Jahre danach kommt Extramensch mit ihrem Werk „II“. Mit frischer Kraft, neuer Energie und neuem Sänger kehren sie wieder zurück. Dark-Rock trift Elektro - zwischen Paradise Lost und Tiamat – irgendwo dort, könnte man diese Band heute eingliedern.
Das Album II beinhaltet 9 Tracks, die sowohl deutsch- als auch englischsprachig sind.

 


1. Labyrinth
Der erste Track fängt im Untergrund an. Es klinge so als sei die Band in einer Kanalisation oder einer Lagerhalle voller Eisenrohre. Nach wenigen Minuten wird es dann sehr rockig mit ihren Gitarren. Kleine poppige Zwischenparts lockern einen unvergleichbaren Düster-Rock ab.

2. Matter of the Heart
Die Stimme in diesem Song erinnert mich ziemlich stark an die von Alexander Spreng, auch bekannt als ASP. Sanfter bis mittelgradiger Rock, der mit einem verspielten Gitarrenspiel glänzt und eine Mischung zwischen Eisbrecher und Paradise Lost bildet. Doch die Stimme und der verspielte Touch, machen diesen Song zu ihrem eigenen unverwechselbarem Werk.

 

 

 

3. Numb
Starke Drums beginnen diesen Song, doch dann geht’s mehr in Richtung Alternative und Electronic-Rock. Durch den Gitarren- und Drum-Sound eignet sich der Song nahe zu perfekt um auf der Autobahn zu überholen und Vollgas zu geben. Also gibt Gas!

 


4. Geschichte schreiben
Jeden Tag hast du die Möglichkeit etwas Neues anzufangen, Träume wahr werden zu lassen und deine Ziele zu erreichen. Dieser Song dreht sich genau um dieses Thema. „Lass uns anfangen und Geschichte schreiben!“ Ein elektronischer Song, der durch den Gesangpart einzigartig wird. Denn in diesem Lied wechselt der Klang der Stimme so, als würden mehrere Künstler diesen Song singen. Zwischen Matthias Reim, diversen Popkünstlern und ein paar Musiker aus der Schwarzen-Szene, werden stimmlich viele Facetten abgegriffen. Ein sehr interessantes Werk, dessen Text ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Botschaft hat.

5. Towards Tomorrow
Mit verzerrter Stimme geht es los, bis sie immer klarer wird und auch die Gitarren zum Rocksound übergeht. Doch die Elektronik bleibt in diesem Song beibehalten.
Eine schöne hintergründige Gitarrenlinie veredelt diesen Track. Ein Stück, den man ohne Weiteres auf jeder größeren Gothic-Party spielen könnte. Die Menschen würde es gar nicht merken, dass dies ein Song, einer noch recht jungen Band ist, die erst ihr zweites Werk herausgebracht haben, beziehungsweise ihr eigentliches zweites Debütalbum. Er ist ein absolutes Highlight auf dieser Platte.

6. Alive
Ein ziemlich ruhigeres Stück, welches meiner Meinung nach das schwächste Stück ist.
Der Instrumentale Teil ist hier noch ziemlich interessant, doch die Wiederholung des Wortes „Alive“, schwächen den Song meiner persönlicher Meinung enorm ab. -Schade!-

7. Amok
Mit etwas mehr Krach und Radau geht es nun mit dem nächsten Track wieder auf Spur.
Leichte Placebo Erinnerungen kommen hier auf. Eine sanfte Ballade die sich schön anhören lässt und den Alltagsstress vergessen lässt. Wir waren vorhin auf der Autobahn, dieser Song ist dann einer für die Landstraße oder für den Stau um sich zurück zulegen und abzuschalten.

8. Transzendenz
Ein Song der Livequalitäten hat und bei den Anhängern sicherlich für große Freude sorgen wird.
Ein Beat und Refrain der im Ohr bleibt.

9. Whorehouse
Dies ist der längste Track auf diesen Album und geht über Zehn Minuten.
Ein düsteres instrumentales Stück mit Naturgeräuschen und vielen Elektronischen Effekten.
Ein passendes Outro für eine dunkle Rock- und Elektro-Band.

Fazit: Das Album kommt mit einem sehr schlichten Cover. Leider sind die Songtexte im Booklet ein wenig vertauscht. Sonst gibt es hier aber nichts auszusetzen.
Wer ein rockiges und zugleich auch düsteres, elektronisches Album, welches er zwischen Mainstream, Alternative und Independent einreihen kann, haben möchte, der ist mit diesem Album sicherlich bestens bedient. Dieses Werk ist durch ihre vielfältigen wechseln nämlich schwer in irgendeine Schublade und Kategorie zu stecken. Zu Beachten ist hierbei, dass der Sänger noch neu in der Band ist und es hier und da vielleicht die ein oder andere Zeit zum Einspielen braucht. Das Album kann sich hingegen unter die gelungenen Werke einreihen und der neue Sänger braucht sich definitiv mit seiner Stimme nicht zu verstecken.


Anspieltipp:
Towards Tommorow
Whorehouse

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